Montag, 8. August 2016

Genussführer mit kulinarischer Heimatkunde

Nun dauert es wirklich nicht mehr lange, bis wir den Vorhang lüften und Ihnen die bekannten und neuen Speiselokale im Harz und um den Harz herum vorstellen dürfen. Bis wir die Namen bekanntgeben, erzählen wir Ihnen mit Hilfe der offiziellen Pressemitteilung zur Neuerscheinung des Genussführers schon einmal, was Sie so ganz grundsätzlich von der Ausgabe 2017/18 erwarten dürfen:

Buchneuerscheinung: »Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18«

Runderneuert, prall und mit vielen Extras
Mit dem Genussführer 2017/18 erscheint der kulinarische Kompass von Slow Food Deutschland am 26. September zum dritten Mal. Mit vielen Extras und 502 Restaurantempfehlungen ist er dicker denn je – und die weißen Flecken sind auch verschwunden.
Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2016 erscheint der dritte Jahrgang des Restaurantführers von Slow Food Deutschland. Erstmals führt der neue Slow Food Genussführer 2017/18 > die doppelte Jahreszahl im Titel und zeigt damit die verlängerte zeitliche Reichweite und das nun zweijährige Erscheinungsintervall an. Mit 35.000 verkauften Exemplaren der beiden ersten Ausgaben gelang dem Genussführer auf Anhieb der Sprung an die Spitze der deutschen Gastroführer. »Die großartigen Verkaufszahlen zeigen die Sehnsucht der Verbraucher nach einem Restaurantführer, der sich um die einfachen Lokale und um die Mittelklasse kümmert, und sie stehen für das gute Image von Slow Food«, sagt oekoms Cheflektor Christoph Hirsch.
Entgegen allen Diätvorschriften ist der neue Doppeljahrgang mit fast 600 Seiten dicker denn je. Über 500 Restaurants, Wirtshäuser, Fischkaten und Weinstuben werden vorgestellt, darunter 156 neue Adressen. Zusätzlich erhöht der erweiterte Serviceteil die Wertigkeit. Mit dem umfangreichen »ABC der regionalen Spezialitäten« wurde eine kleine kulinarische Heimatkunde eingeführt. Von A wie Ahle Worscht bis Z wie Zwibbelsploatz werden mundartliche Begriffe der regionalen Küche erklärt. Als Orientierungshilfe gibt es zudem kleine Informationsstrecken zu unseren Grundnahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch oder Brot.
Mit der Erweiterung des Genussführers auf 502 Empfehlungen verschwinden die meisten weißen Flecken auf der Karte. Dazu der Leiter des Herausgeberteams Wieland Schnürch: »Das ist der große Fortschritt dieser Ausgabe: Gerade in Ost- und Norddeutschland sind viele neue Adressen dazugekommen, wir schauen jetzt wirklich landesweit in die Töpfe!« Und auch dieses Mal wurde kein Einzeltester losgeschickt, der mit hochgeschlagenem Mantelkragen heimlich ein Restaurant besucht. Stattdessen haben 70 Testgruppen mit mehr als 500 Einzeltestern die Lokale ausgewählt – in der Regel in ihrem direkten Umfeld, das ihnen bestens vertraut ist. »Das macht diesen Führer so einmalig«, betont Schnürch.
Die Kriterien für die Auswahl sind die alten geblieben. Wer mit frischen und saisonalen Lebensmitteln der Region kocht und auf lieblose Fertigprodukte pfeift; wer gutes Handwerk praktiziert und geschmackvoll würzt, statt Geschmacksverstärker und andere Aromabooster einzusetzen; wer ein einladendes Ambiente bietet und freundlichen Service lebt; wer sich der kulinarischen Tradition seiner Region bewusst ist und im familienfreundlichen Preissegment bleibt; und bei wem es so richtig gut schmeckt – der gehört in den Slow Food Genussführer.
Slow Food Deutschland e.V., »Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18«, ca. 580 Seiten, gebunden, Lesebändchen, ISBN 978-3-86581-809-6, 24,95 Euro /25,70 (A). Auch als E-Book erhältlich.

Montag, 20. Juni 2016

Essen statt vergessen

Das große "Essen statt vergessen"-Kochbuch der alten Sorten und Nutztierrassen

Was für ein wunderbares Projekt! Es begann mit einem Bildungsprojekt für Hortkinder -
gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und mündet nun in ein verlockendes Koch- , Erinnerungs- und Geschichtenbuch. Wrucke, Filderkraut, Vogelbeere, Wollschwein oder Finkenwerder Herbstprinz laden dazu ein, sich alter Sorten zu erinnern, sie neu kennenzulernen und - vor allem - zu genießen. 


Viele Partner (siehe Anhang des Buches) haben hier an einem Strang gezogen und dieses tolle Buch ermöglicht. Auch Slow Food Deutschland ist dabei. Und die Autorin dieser Zeilen, Antje Radcke, durfte ebenfalls drei Seiten mitgestalten und ein Loblied auf die Vogelbeere singen (und selbstverständlich auch Rezepte dazu beisteuern). 

Und das Beste daran: Dieses Buch ist online für jedermann/frau zugänglich - ohne jede Bezahlschranke können hier alle Interessierten und Genießer/innen nach Herzenslust in dem Buch stöbern! Dennoch würden wir uns riesig freuen, wenn es bald auch eine gedruckte Ausgabe gäbe - ein "echtes" Buch lässt sich doch deutlich besser in Geschenkpapier wickeln als eine PDF-Datei ;-) 


Auf die Vogelbeersaison müssen wir allerdings noch etwas warten. Aber ich empfehle einen kleinen (digitalen) Merkzettel, der rechtzeitig daran erinnert, in der Natur mal nach den roten Früchtchen Ausschau zu halten. Denn es ist nicht ganz einfach, den Vögeln zuvor zu kommen und selbst auch einen kleinen Teil der Ernte nach Hause zu tragen. Viel Erfolg dabei!

Und vielen herzlichen Dank allen, die das Buch auf den Weg gebracht haben!


Montag, 13. Juni 2016

Hoffest mit Höhenvieh und Landwirtschaftsminister

Daniel Wehmeyer, jüngst mit dem „Bundespreis Ökologischer Landbau 2016“ ausgezeichneter Bio-Landwirt, lädt zum Hoffest nach Düna/Osterode ein. Das Fest findet statt 

am Sonntag, 19. Juni 2016
um 10 Uhr
auf dem Bio-Hof Düna, Düna 16a, 37520 Osterode


Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat seinen Besuch angekündigt. Wir werden Gelegenheit haben, uns von Daniel Wehmeyer persönlich das preisgekrönte Hof-Konzept zeigen zun lassen und den großen Erfolg gebührend zu feiern. Traktorfahrten zum Harzer Roten Höhenvieh auf den Weide-Naturschutzflächen gibt es ebenso wie Heulabyrinth, Streichelzoo, Infostände, Handwerk, Genussmeile mit kulinarischen Köstlichkeiten und Live-Musik. 

Das Hoffest findet im Rahmen der „Aktionstage Ökolandbau Niedersachsen“. Weitere Informationen zum Fest finden Sie hier >>

Sonntag, 22. Mai 2016

Ausflug mit Hirte, Höhenvieh und Harzer Fuchs

Glück muss der Mensch haben - wenn er einen Ausflug zum Harzer Roten Höhenvieh mit anschließendem Picknick am Polsterberger Hubhaus gebucht hat und das Wetter am Wochenende zuvor noch lausig kalt war. Wir hatten Glück! Das Wetter hätte besser nicht sein können - Sonne, blauer Himmel mit dekorativen Wolken, eine leichte Brise. Und die Gesichter der 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer strahlten gute Laune aus.

Samstag, 23. April 2016

Der Countdown läuft...

... und wir warten gespannt auf die Ergebnisse der SlowFood-Testgruppe. Welches Restaurant wird dieses Mal dabei sein, wenn es um die Auszeichnung im Slow Food Genussführer geht?

Die Liste der Restaurants, die die Tester/innen des Slow Food Conviviums Harz auf Herz und Nieren geprüft hat, war noch nie so lang wie in diesem Jahr. Quer durch den Harz und in das Umland führten die kulinarischen Entdeckungsreisen. Noch steht die Auswahl, die es in den kommenden Genussführer (Erscheinungstermin: September 2016) schafft, nicht endgültig fest - wir verraten aber schonmal, dass sich alle Freunde und Freundinnen des guten Essens auf einige neue kulinarische Ausflugsziele freuen können.

Judith Bothe, Dorothee Kemper, Beate Engel

Gutes Essen. Das heißt für uns Genuss aus guten und sauberen Lebensmitteln, aus möglichst regionaler Herkunft und saisonal ausgewählt, Genuss am unverfälschten Geschmack und mit gutem Gewissen. Denn Slow Food heißt auch, dass die Lebensmittel fair produziert werden - und damit gut zu Mensch, Tier und Natur sind.

Bevor wir den Vorhang heben und den Restaurants, die neu in den Genussführer aufgenommen werden, hier an dieser Stelle eine Bühne geben, schauen wir erst noch einmal voller Freude auf die vier Restaurants, die schon jetzt im Genussführer ausgezeichnet sind und vor Kurzem die entsprechende Plakette für 2016 erhalten haben:

Harzer Speisekammer (Michael Woyke), Landhaus Kemper (Dorothee Kemper), Polsterberger Hubhaus (Beate Engel) und Rodelhaus Braunlage (Judith Bothe)


Mittwoch, 30. März 2016

Lernen Sie uns kennen...

Die Mitgliederversammlung des Slowfood Conviviums Harz ist eine gute Möglichkeit, uns einmal persönlich kennenzulernen. Besuchen Sie uns gern - Gäste sind ausdrücklich willkommen!

Mitgliederversammlung

am Mittwoch, den 06. April 2016
um 18.30 Uhr
im Polsterberger Hubhaus, Polsterberg 1, 38678 Clausthal-Zellerfeld

Wir wollen einen genussvollen Abend miteinander verbringen und gemeinsam über Erreichtes, Aktuelles und Zukünftiges sprechen. Das Leitungsteam des Slow Food Conviviums Harz freut sich auf viele Teilnehmer/innen. Die offizielle Tagesordnung finden Sie hier >>

Beate Engel, die Wirtin des Polsterberger Hubhauses, wird für uns ein Buffett vorbereiten. Dafür werden pro Person 12 Euro berechnet (inkl. Getränke).

Um besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung bei

Antje Radcke, eMail: aradcke@civitano.de, Telefon 05326 9696 282

Donnerstag, 3. März 2016

Ostern und das liebe Ei...

In diesem Jahr geht es besonders fix: Kaum ist der Geschmack der weihnachtlichen Genüsse vergangen, naht bereits das Osterfest. Und Ostern ist für viele Menschen bekanntlich untrennbar mit dem Verspeisen von Eiern in jeglicher Zubereitungsform verbunden.

Nun finden wir mittlerweile in jedem Supermarkt auch Bio-Eier. Aber woher diese wohl kommen? Die meisten sicher nicht aus der Region. Aber es gibt sie, die guten Eier von Freilandhühnern - auch in unserer Region!

Da wäre zum Beispiel der Bio-Geflügelhof Jung in Hordorf, einem Ortsteil von Oschersleben - direkt gelegen an der Bode in Sachsen-Anhalt und damit nach unserer Definition auf jeden Fall regional wie viele andere Betriebe auch im Harzer Vorland. Im Sommer 2002 eröffnete Anette Jung ihren Bio-Geflügelhof, um uns mit Eiern von freilaufenden Hühnern zu versorgen. Mittlerweile ist aus den bescheidenen Anfängen ein stattlicher Betrieb mit Platz für zwei Ställe mit je 3000 Legehennen und einem herrlichen Auslauf für alle Tiere geworden.


Die Hühner erhalten ausschließlich hochwertiges Futter aus ökologischem Anbau. Die Eier, die daraus hervorgehen und von Hand verlesen werden, sind dank der natürlichen Nahrung von bestem Geschmack und besitzen einen hohen Nährstoff- und Vitamingehalt. Der Hof ist zertifiziert und trägt das Siegel vom „Verbund Ökohöfe e.V.“  So macht uns Ostern inklusive Eiergenuss Spaß.


Freitag, 22. Januar 2016

Bundespreis Ökologischer Landbau für SlowFood-Lieferant Wehmeyer

Da kommt große Freude auf im SlowFood-Convivium Harz: Unser Mitglied Daniel Wehmeyer erhielt auf der Grünen Woche in Berlin den "Bundespreis Ökologischer Landbau 2016" in der Rubrik „Gesamtbetriebliche Konzeption“. Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht seine 240 Tiere umfassende Herde vom Harzer Roten Höhenvieh.

Herzlichen Glückwunsch, Daniel Wehmeyer!


Wer das Harzer Rote Höhenvieh von Daniel Wehmeyer einmal live erleben möchte, dem empfehlen wir im Sommer einen Ausflug zu den Bergwiesen in Wolfshagen im Harz oder sogar eine Teilnahme an der Exkursion in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Goslar am 21. Mai 2016. 

Auch auf dem Teller ist das Harzer Höhenvieh eine Attraktion. Genießen Sie es, z.B. in unseren vom Slow Food Genussführer ausgezeichneten Restaurants Harzer Speisekammer, Polsterberger Hubhaus oder Rodelhaus Braunlage. Gesichtet haben wir es aber auch zum Beispiel auf den Speisekarten vom Hotel Rathaus in Wildemann, Hotel Graber in Wolfshagen im Harz oder vom Brauhaus in Goslar.

Genießen Sie es - optisch oder/und kulinarisch!

Das offizielle Video zum Preisträger

PS: Der Harz und sein Umland sind groß. Deshalb können auch wir nicht alle Lokale kennen, die das Harzer Rote Höhenvieh von Daniel Wehmeyer auf der Speisekarte haben. Wenn Sie, liebe Leser/innen, also weitere Restaurants kennen: Wir freuen uns auf Ihre Mitteilung über die Kommentarfunktion oder auch per eMail über harz(at)slowfood.de. Besten Dank!

Montag, 11. Januar 2016

Salz von der Saline Luisenhall - regional genießen


Wer hätte das gedacht: Selbst das Salz für die Suppe können wir hier im Harz aus der Region beziehen. Nein, bedauerlicherweise nicht mehr aus Bad Harzburg; die dortige Saline wurde bereits 1849 geschlossen.

Stattdessen schauen wir ein wenig über den Harzrand hinaus und richten unseren Blick nach Göttingen. Dort finden wir Europas einzige und letzte noch in Betrieb befindliche Pfannensaline. Kaum zu glauben, aber wahr.

In der Saline Luisenhall scheint die Zeit - nicht aber der Betrieb - stehengeblieben zu sein. Hier wird das Salz (im Vergleich zu den Großen der Branche) allerdings in eher bescheidener Menge produziert. Was auch kein Wunder ist, denn produziert wird wie zu alten Zeiten:

Die konzentrierte Sole wird aus 450 Metern Tiefe an die Oberfläche befördert und dann in riesigen flachen Pfannen erhitzt, bis das Salz kristallisiert und “geerntet” werden kann. Klingt mühsam. Ist es auch. Aber es lohnt sich, denn die Qualität des Salzes ist außergewöhnlich.

Die Saline Luisenhall ist außerdem als einzigartiges Industriedenkmal auch zu besichtigen.


PS: Bei diesem Artikel handelt es sich nicht um bezahlte oder sonstwie vergütete Werbung.